MUSEO ETNOANTROPOLOGICO
Informationsblatt
📍 Standort: Casa della Corte, Piazza Paolo Capasso, Agerola (NA)
🏛️ Typ: Ethnographisch-anthropologisches Museum
📅 Epoche: 21. Jahrhundert (zeitgenössisches Museum)
🖼️ Sammlung: Archäologische Funde, Werkzeuge der bäuerlichen Kultur und Zeugnisse der lokalen Tradition.

Das Museum wurde gegründet, um – neben seiner bedeutenden archäologischen Sammlung – auch die Erinnerungen an das Alltagsleben zu bewahren: die kleinen Dinge, die die Geschichte der Menschen von Agerola erzählen.
Die Ausstellung vereint archäologische Funde, die von den ältesten menschlichen Siedlungen zeugen, sowie Gebrauchsgegenstände aus jüngerer Zeit, die heute zunehmend aus dem Alltag verschwinden. Hinzu kommen bedeutende Kunstwerke von unschätzbarem historischem und kulturellem Wert.
Das Museum entstand aus dem Wunsch, Erinnerungen, Gegenstände und Zeugnisse zu bewahren, die das materielle Erbe vergangener Generationen erzählen. Eine umfangreiche Sammlung von Arbeitsgeräten, die über Generationen hinweg in verschiedenen Berufen verwendet wurden, würdigt den Fleiß und die Handwerkskunst der Vorfahren Agerolas.
Der Rundgang führt die Besucher durch das ländliche Leben vergangener Zeiten – zwischen Landwirtschaft, Kastanienwäldern, Milchwirtschaft, Schmiedekunst und traditionellem Handwerk – und lässt die Geschichte einer Gemeinschaft wieder aufleben, die eng mit ihrer Landschaft verbunden war.
Das bedeutendste AusstellungsstĂĽck
Das wertvollste Exponat des Museums ist eine silberne Prozessionskreuz, geschaffen von einem unbekannten Goldschmied der kampanischen Schule, der vermutlich in einem Zentrum des Herzogtums Amalfi tätig war, zu dem Agerola einst gehörte.
Es handelt sich um ein beidseitig gearbeitetes Silberkreuz aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, das die typischen Merkmale mittelalterlicher Kunst sowohl in seiner Struktur als auch in seiner Ikonografie bewahrt.
Besonders hervorzuheben sind die winzigen plastischen Darstellungen auf der Rückseite. Unter ihnen ragt die zentral angeordnete Madonna mit dem Kind hervor, die „noch auf höchstem Niveau auf ein traditionell mittelalterliches Formenrepertoire zurückgreift, das von den bedeutendsten Beispielen der Großplastik – einschließlich der Monumentalplastik – Mittelitaliens geprägt ist“.

